Das Instrument

Die Mitarbeiterbefragung.

Ein Fragebogen, zwei Indizes. 55 Aussagen erheben Kapazität und Engagement getrennt voneinander, damit sichtbar wird, ob Menschen wollen, ob sie können — oder ob das eine ohne das andere vorliegt.

Zuletzt geprüft: September 2026
55
Aussagen, identisch für alle Rollen und Märkte
Ein Fragebogen
8
Dimensionen, jeweils von 0 bis 100
Vier je Index
12 Min.
im Median pro Person
Bearbeitungszeit
n=5
Mindestgröße, bevor ein Wert angezeigt wird
Auswertungsgrenze

Zwei Indizes in einer Erhebung.

Eine klassische Engagement-Befragung misst Zustimmung, Bindung und Stimmung. Sie beantwortet die Frage, ob Menschen wollen. Was sie nicht beantwortet: ob dieselben Menschen die Energie, Erholung und Konzentration haben, um diese Absicht auch einzulösen.

Deshalb erhebt thrive at work beides in einem Durchlauf. Der Kapazitätsindex und der Engagement-Index werden getrennt berechnet und gemeinsam betrachtet. Beide bewegen sich unabhängig voneinander — ein hoher Wert im einen sagt nichts über den anderen.

Die Aussagen sind verhaltensnah formuliert und auf einen begrenzten Zeitraum bezogen, in der Regel die vergangenen zwei Wochen. „Ich bin ausgeruht aufgewacht“ ist aus der Erinnerung beantwortbar. „Mein Wohlbefinden ist gut“ verlangt dagegen einen Maßstab, den die befragte Person selbst erfinden muss — solche Aussagen messen eher das Selbstbild als etwas Beobachtbares.

Acht Dimensionen.

Jede Dimension wird eigenständig von 0 bis 100 bewertet. Vier gehören zur Kapazität, vier zum Engagement.

Kapazität

1
Energie und VitalitätOb Menschen über eine normale Woche hinweg körperlich und mental verfügbar sind — nicht, ob sie an einem guten Tag Energie hatten.
2
Erholung und SchlafOb die Woche zurückgibt, was sie nimmt: Schlafqualität, echtes Abschalten und die Frage, ob Ruhe tatsächlich wiederherstellt.
3
Fokus und AufmerksamkeitOb Zeit und Kopffreiheit für konzentrierte Arbeit bestehen — oder ob Aufmerksamkeit durch Unterbrechungen zerfällt.
4
Resilienz und RuheOb Menschen nach Belastung wieder auf ihr Ausgangsniveau zurückkehren, statt sie in die nächste Woche mitzunehmen.

Engagement

5
Sinn und BedeutungOb die eigene Arbeit als bedeutsam erlebt wird und ein erkennbarer Zusammenhang zum Zweck der Organisation besteht.
6
Führung und VertrauenOb Führung als verlässlich und fair erlebt wird — die Dimension, die in Auswertungen am häufigsten den Unterschied zwischen zwei Teams erklärt.
7
Verbundenheit und ZugehörigkeitOb Menschen Teil von etwas sind, statt nebeneinander zu arbeiten.
8
Wachstum und BefähigungOb Menschen die Mittel, Befugnisse und Entwicklungswege haben, um beizutragen.

Anonymität als Voraussetzung.

Kapazitätsdaten sind sensibler als Engagement-Daten: sie berühren Schlaf, Energie und Belastung. Wenn Beschäftigte vermuten, dass ihre Antworten zuordenbar sind, antworten sie zurückhaltender — und zwar genau dort, wo es darauf ankommt. Die Auswertungsgrenzen sind deshalb keine Komfortfunktion, sondern die Bedingung dafür, dass ehrliches Antworten für die einzelne Person vernünftig ist.

5
Kein Wert unter fünf AntwortenFür Gruppen mit weniger als fünf Antworten wird kein Ergebnis angezeigt — auf keiner Hierarchieebene.
10
Zehn für demografische SchnitteAuswertungen nach Merkmalen wie Standort, Funktion oder Dauer der Beschäftigung erfordern mindestens zehn Antworten.
30
Dreißig für FreitextFreitextantworten werden erst ab dreißig Antworten angezeigt. Formulierungen sind identifizierender als Zahlen.

Jede dieser Grenzen gilt auch dann, wenn Filter kombiniert werden. Individuelle Ergebnisse bleiben bei der jeweiligen Person; keine einzelne Antwort ist für eine Führungskraft sichtbar.

Für den Betriebsrat

Der Weg zur Betriebsvereinbarung und die Fragen, die in der Mitbestimmung zuerst kommen: Mitarbeiterbefragung und Betriebsrat.

Ein Zyklus.

Kapazität verändert sich schneller als Engagement. Eine jährliche Messung erkennt einen Rückgang zu spät, um ihn noch umkehren zu können; permanente Pulsbefragungen erzeugen Bewegung, mit der niemand etwas anfangen kann.

Nutzbar wird die Zahl erst im wiederkehrenden Zyklus: messen, handeln, erneut messen. Die zweite Messung zeigt, ob die Maßnahme gewirkt hat — das kann eine einmalige Befragung nie leisten. Der Wert liegt in der Veränderung zwischen zwei Zyklen, nicht im einzelnen Ergebnis.

Was die Auswertung zeigt.

Die Auswertung benennt die schwächste Dimension, die darunterliegenden Treiber und die Frage, wer sie tatsächlich verändern kann — manches liegt bei der Führungskraft, manches bei der Organisation, manches bei der Person selbst. Daraus entstehen Maßnahmenpläne und dazu passende Lerninhalte aus der thrive academy.

In unserer Validierungsstudie (n > 10.000 Beschäftigte, 2025–26, USA und Europa) war der Abstand zwischen dem untersten und dem obersten Dezil des Thrive Index auf Kennzahlen deutlich, die Führungskräfte ohnehin verfolgen: 21 % gegenüber 98 % konnten regelmäßig ihre beste Leistung erbringen, 15 % gegenüber 98 % fühlten sich nicht regelmäßig überfordert.

Vergleichsbasis

Alle Angaben beziehen sich, sofern nicht anders genannt, auf das unterste gegenüber dem obersten Dezil des Thrive Index. Vollständig belegt (englisch): the evidence base.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Befragung?
Im Median rund zwölf Minuten pro Person für alle 55 Aussagen, also für Kapazität und Engagement gemeinsam.
Ab welcher Gruppengröße werden Ergebnisse angezeigt?
Ab fünf Personen für einen Wert, ab zehn für eine demografische Auswertung und ab dreißig für Freitextantworten. Diese Grenzen gelten auch dann, wenn mehrere Filter kombiniert werden.
Sehen Führungskräfte einzelne Antworten?
Nein. Individuelle Ergebnisse bleiben bei der Person selbst. Keine einzelne Antwort ist für eine Führungskraft sichtbar, unabhängig von der Hierarchieebene.
Werden Gesundheits- oder Wearable-Daten erhoben?
Nein. Erhoben werden ausschließlich Antworten auf verhaltensnah formulierte Aussagen. Es werden keine Biomarker, keine Wearable-Daten und keine sonstigen biometrischen Daten verarbeitet.
Können wir die Fragen an unsere Organisation anpassen?
Der Kern von 55 Aussagen bleibt unverändert, denn nur so bedeutet ein Wert in einem Team dasselbe wie in einem anderen. Anpassbar ist die Struktur der Auswertung, nicht der Fragebogen.

Sehen, was ein erster Zyklus zeigt.

Dreißig Minuten mit dem Team: was eine erste Messung in Ihrem Unternehmen sichtbar machen würde und wie Ihre Branche im Vergleich liegt.

Hinweis: Das Buchungsformular ist derzeit auf Englisch.